Co-constructing homes for solutions in health

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  • Das Falsche richtig machen

    Wir können sehr gut darin sein, Leitern hochzuklettern. Jede Sprosse fest im Griff. Perfekte Technik. Beeindruckende Geschwindigkeit. Und dann stellen wir fest: Die Leiter lehnt an der falschen Wand. Peter Drucker nannte das den Unterschied zwischen Effektivität und Effizienz. Das Richtige tun versus etwas richtig tun. Manager haben das verstanden. Sie wissen, dass das brillanteste…

  • Neben sich stehen

    Neben sich stehen zu können, ist eine enorme Kompetenz. Wir haben alle viele „Seiten“ – innere Anteile, die unterschiedliche Bedürfnisse, Erfahrungen und Kompetenzen tragen. Manche dieser Seiten sind gerade laut. Andere sind still. Und manche – oft die hilfreichsten – sind dissoziiert. Sie schlummern, obwohl sie da sind. Leid entsteht nicht notwendigerweise, weil etwas fehlt.…

  • Wenn in China ein Sack Reis umfällt

    Und keiner es sieht. Ist er dann umgefallen? Die Frage ist vielleicht absurd. Sie zeigt uns aber etwas Fundamentales: Ohne Beobachter gibt es keine Wirklichkeit. Jedenfalls keine, über die wir sprechen könnten. Das gilt nicht nur für Reissäcke in China.

  • Gärtnern

    Niemand pflanzt einen Baum für heute. Die Systeme, in denen wir arbeiten. Die Geschichten, die wir erzählen. Die Beziehungen, die wir pflegen. Sie alle wachsen langsam. Wir werden täglich nach der Ernte gefragt. Aber zu früh ist zu früh.

  • Geschichten und Hoffnung

    Anekdoten und Evidenz sind völlig verschieden. Auf der Suche nach Evidenz, sollten wir uns nicht von dieser einen Geschichte von einem Freund, der da schon mal etwas Ähnliches erlebt hat, unsere klare Sicht vernebeln lassen. Aber Hoffnung ist real. Wenn wir jemanden vor uns haben, der eine schwere Situation durchlebt, kann diese Geschichte – von…

  • Dasein

    Carl Rogers glaubte, dass da-sein und emphatisches Zuhören die größte Hilfe und Unterstützung sind, die man einem Menschen bieten kann. Er schreibt über seine Arbeit: „It is my purpose to understand the way he feels about in his own inner world, to accept him as he is, to create an atmosphere of freedom in which…

  • Der Schritt ins Ungewisse

    Es ist leicht sich fertig zu machen, wenn der Schritt ins Ungewisse sich als unnütz erwiesen hat. Aber das kann erst das Gegenwarts-Ich sehen. Das Vergangenheits-Ich konnte es nicht wissen. Kein Grund sich fertig zu machen. Vielmehr Grund den eigenen Mut anzuerkennen. Etwas zu versuchen, ohne zu wissen wie es ausgeht. Und vielleicht Grund genug,…

  • Eine neue Überschrift

    Kürzlich sagte eine Patientin: „Ich will mir von dieser Erkrankung nicht meine Lebensfreude nehmen lassen.“ Dieselben Erfahrungen. Andere Überschrift. Plötzlich tauchen Ressourcen auf: Was gelingt trotzdem? Wer hat geholfen? Was funktioniert? Wer hat an dich geglaubt? Michael White nennt das die Suche nach alternativen Geschichten. Nicht die Erfahrung ändern – sondern den Blick auf sie.

  • Wessen Leben?

    Wir verlieren uns leicht in Ideen, wie das Leben sein sollte. Für unsere Kinder. Für unsere Freunde. Für unsere Patienten, Klienten, Kunden. Für unsere Eltern. Wir planen, lenken, formen – aus Fürsorge, aber oft auch aus unserem eigenen Blickwinkel. Theorien. Ideale. Vorstellungen darüber wie es sein sollte. Doch am Ende ist es nicht unser Leben,…

  • Zwei Arten der Leichtigkeit

    Die erste Art der Leichtigkeit entsteht, wenn wir es uns leicht machen. Wenn wir liegen lassen, was wir wegräumen könnten. Wenn wir aufschieben, was wir heute tun könnten. Wenn wir den einfachen Weg nehmen, wenn wir wissen, dass wir es später bereuen. All‘ das mag zu Zeiten seinen Platz haben. Die zweite und wahrscheinlich sinnvollere…

  • Tunnelblicke

    Wer gegen etwas kämpft, sieht schnell nichts anderes. Und was wir sehen, wächst. Die Energie folgt dem Fokus. Wer das Problem fixiert, vergrößert es. Wer dagegen ankämpft, gibt ihm mehr Raum. Der Ausweg beginnt nicht mit mehr Anstrengung. Er beginnt mit einem anderen Fokus.

  • Kochbücher ersetzen keinen Chefkoch

    Wir können eine Speisekammer voller bester Zutaten haben und ein perfektes Rezept danebenlegen – trotzdem entsteht daraus noch kein gutes Abendessen. Der Unterschied liegt in etwas anderem: in der Kunstfertigkeit des Kochs in Beziehung zu seinem Wissen und Können, zum Essen und zu den Gästen. Die Magie steckt nicht allein in den Zutaten und nicht…

  • Wittgenstein über Kontext

    Nichts steckt einfach in den Worten. „Die Worte … mit ihrem Ton und Blick, scheinen allerdings schon jede Nuance ihrer Bedeutung in sich zu tragen. Nur darum aber, weil wir sie als Teil einer bestimmten Szene kennen. Man könnte aber eine ganz andere Szene um diese Worte (im gleichen Tone gesprochen) bauen um zu zeigen,…

  • Was wir bekämpfen, wächst.

    Und es ist so naheliegend, Unerwünschtes zu bekämpfen. Schmerz. Angst. Erschöpfung. Je härter wir kämpfen, desto lauter werden sie. Nicht weil wir schwach sind. Sondern weil wir uns die Botschaft entgehen lassen. Der Trick ist nicht, sie zum Schweigen zu bringen. Der Trick ist, zuzuhören. Wer gegen das Signal kämpft, überhört die Nachricht. Vielmehr, müsste…

  • Das Symptom ist eine Nachricht, die gehört, nicht entfernt werden will

    Erschöpfung muss kein Fehler sein, den es zu beheben gilt. Was, wenn sie eine Botschaft ist? Eine dringende sogar. Wenn dein Körper nicht mehr kann, versucht er nicht, dich zu sabotieren. Er versucht, dich zu retten. Von einem System, das nicht funktioniert. Von Grenzen, die du ignorierst. Von einer Geschichte, die du dir selbst erzählst…

  • Identität

    Für den Bänker sind wir vielleicht ein möglicher Kunde. Für den Paketboten ein unnötiger Kontakt. Für die Psychologin etwas neurotisch. Für den Chef vielversprechend. Für die Kollegin eine Bedrohung. Für die schwer religiöse Katholikin, ein Sünder. Für den Arzt ein Hypochonder. Für die Verkäuferin im Modegeschäft eine Gelegenheit. Für den Liebhaber eine wundervolle Person. Wer…

  • Zwei Wege ein unmögliches Ziel zu erreichen

    Niemand hatte es zuvor geschafft. Doch im November 1911 zielten zwei Kontrahenten auf dasselbe Ziel: Den Südpol. Der britische Kapitän Robert Falcon Scott und der „letzte Wikinger“ Roald Amundsen aus Norwegen forderten ihr Schicksal heraus. Mit ihren Teams begannen sie ein Wettrennen um mehr als 1.500 Meilen. Ein Wettrennen bei durchschnittlich -30 Grad. Ein Team…

  • Lösungen

    Lösungen sind keine Helden. Sie sind leise Verschiebungen. Ein anderes Gespräch. Eine ungewohnte Frage. Wenn das Problem noch schreit, aber du längst woanders hin­schaust – dorthin, wo schon ein kleines Stück Zukunft klappt.

  • Neue Entscheidungen

    „Ich lag falsch“ ist nicht unbedingt ein Satz den wir oft hören. Es ist leichter jemanden von einer neuen Entscheidung zu überzeugen. Basierend auf neuen Informationen. Auf diese Weise, kann man heute richtig liegen, ohne gestern infrage zu stellen.

  • Kontakt > Konzept

    Wir reden über Angst, Wut oder Trauer, als wären sie Dinge – wie Steine, die man anheben, darunter schauen und untersuchen kann. Unaufhaltsam entwickeln wir unsere Konzepte zu diesen „Dingen“. Doch niemand begegnet „der Angst“ auf der Straße. Wir begegnen Menschen, die spät nachts auf und ab gehen, die wegen eines Verlorenen weinen oder in…

  • Egal

    Egal wie schnell wir sind, wenn die Richtung nicht stimm. Egal wie effizient, wenn der Effekt der falsche ist. Egal wie gekonnt man aus dem Loch hilft, wenn sie doch morgen wieder reinspringen.

  • Take-aways

    Was, wenn wir sie nicht vorschreiben? Was, wenn wir uns das Sendungsbewusstsein sparen? Was, wenn wir nicht die Lücke füllen? Was wird möglich, wenn wir danach fragen?

  • 4 Arten von Problemen

    Es gibt klare Probleme. Für jeden ersichtlich was zu tun ist. Es gibt komplizierte Probleme. Expertise und Analysen helfen einzuordnen was los und was zu tun ist – und dann tun wir das. Dann gibt es komplexe Themen. Zusammenhänge sind unübersichtlich und undurchschaubar. Wir müssen mit dem System spielen, um die Spielregeln zu verstehen. Dann…

  • Aufgabe und Pflicht

    Wir haben die Aufgabe, uns um die Anliegen und Probleme anderer zu kümmern. Besser noch sie dabei zu unterstützen selbst Lösungen zu entwickeln. Wir haben die Pflicht, auf uns selbst zu achten.

  • Formen der Inkompetenz

    Die zweitschlimmste ist die unwissende. Die Arbeit erfüllt die Anforderungen nicht, und wir merken es nicht einmal. Die schlimmste ist die gleichgültige. Wir wissen, dass die Arbeit die Anforderungen nicht erfüllt, aber wir kümmern uns nicht darum. Aber es gibt noch andere Varianten, und manche sind erstrebenswert. Da ist die Inkompetenz der Kreativität und Kunst,…

  • Selbstverständlich

    Wir bemerken nicht, dass der Baum, den wir vor ein paar Jahren gepflanzt haben, jeden Tag ein bisschen mehr gedeiht. Wir bemerken nicht, dass die Post ankommt, wenn sie soll, dass unsere Gesellschaft trotz des Chaos fortbesteht, und dass das Licht (meistens) angeht, wenn wir den Schalter umlegen. Ist das selbstverständlich? Was würde passieren, wenn…

  • Wie wir es uns unnötig schwer machen

    Nicht alles von Wert, muss mit Blut, Schweiß und Tränen erarbeitet werden. Wir können es auch einfach erarbeiten. Die Idee, es müsse schwer sein, macht es manchmal unnötig schwerer.

  • To Live Another Way

    At first, it appears that it is the parts of the system that must be made better or fixed. Then, it becomes clear that the system is not in the parts – it is in the relationships between them. So, it seems like it is the relationships that need to be made better or fixed.…

  • Die Andersartigkeit der Anderen

    Wenn es an der Tür klopft und jemand um Hilfe bittet, haben wir drei Optionen.

  • Es gibt keine richtigen Entscheidungen

    Was gut ist und was schlecht, lässt sich oft erst im Nachhinein sagen. Statt der großen Last der richtigen Entscheidung, mit der wir vorher wissen müssen, was funktioniert, können wir kleinere Entscheidungen treffen, mit denen wir nach nützlichen Veränderungen suchen. Dann können wir: – Nachsteuern– Verbessern– Anpassen– Verwerfen– Ergänzen– Umleiten– Dabei bleiben Im Vordergrund steht…

  • Kurze Erinnerung

    Wir können von anderen lernen, auch, wenn wir sie nicht mögen. Wir können andere respektieren, auch, wenn sie anders denken. Wir können mit anderen zusammenarbeiten, auch, wenn sie anders ticken.

  • Die Landkarte ist nicht das Territorium

    Der Name ist nicht die Person, die er benennt. Die Speisekarte ist nicht das Gericht. Die Nährstoffe sind nicht die Mahlzeit. Das Wort ist nicht, was es benennt. Der Vertreter ist nicht, was er vertritt. Das Symbol ist nicht das, worauf es sich bezieht. Das Schild ist nicht das, worauf es hinweist. Das Modell ist…

  • Die perfekten Bedingungen

    Es gibt einen Ort. Da herrschen ideale Bedingungen, um Mangos zu züchten. Oder den besten Strand zum Kitebuggy fahren. Oder die allerbeste Ballettschule für deine Tochter. Aber das ist nicht hier. Nicht jetzt. Manchmal hat unser Fortschritt vielmehr damit zu tun, mit dem zu arbeiten, was vor uns liegt.

  • The Meta Message

    Kommunikation ist nicht nur was wir sagen. Kommunikation ist was im jeweiligen Kontext sagbar ist – und was dadurch an indirekten Bedeutungen transportiert wird.

  • 3 Arten von Entscheidungen

    1. Die meisten Entscheidungen sind wie Hüte. Man probiert einen auf und wenn er nicht passt, legt man ihn zurück und probiert einen anderen. 2. Einige Entscheidungen sind wie Frisuren. Einen schlechten Haarschnitt kann man beheben. Aber es wird etwas dauern. Vielleicht fühlst du dich etwas blöde. Vielleicht sogar für eine ganze Weile. Dabei ist…

  • Du steckst nicht im Stau. Du bist der Stau.

    Wir beklagen Situationen, als wären wir unbeteiligte Zuschauer. Sind wir nicht. Du hast keine unruhigen Kinder. Du bist Teil der Unruhe. Die Kollegin, die „immer jammert“? Du bist das Publikum, das es ermöglicht. Dein Klient ist nicht unmotiviert. Du musst herausfinden wofür er brennt. Die Frau, die ohne Pause redet. Sie redet nicht einfach. Sie…

  • Wir haben die Wahl

    10 alltägliche Entscheidungen: Auf beiden Seiten findet sich Positives wie Negatives. Wir haben die Wahl.

  • Zuerst verstehen

    Ergebnisse zu versprechen, verkauft sich gut. Am besten, sofortige Veränderung ohne den mühsamen Teil: Verstehen, wo jemand wirklich hin will. Und wozu. Aber Fortschritt ohne Verständnis ist wie ein Kreis, der sich als Linie tarnt. Wir bewegen uns. Machen sogar Meter. Kommen voran. Bis wir merken, dass wir wieder dort sind, wo wir angefangen haben.…

  • 4 Arten, unsere Sprache zu verstehen

    1. Sprache bringt die Wirklichkeit klar zum Ausdruck:↳ Es gibt eine Realität und die Sprache spiegelt diese exakt wider. 2. Sprache transportiert die Wirklichkeit auf eine bestimmte Weise:↳ Wir müssen manchmal unter und hinter die Sprache schauen, um mehr zu verstehen. 3. Sprache steht der Realität im Weg:↳ Um mit der Realität in Kontakt zu…

  • Wirklichkeitssinn und Möglichkeitssinn

    Wirklichkeitssinn: – Hier ist …– Hier wird …– Hier muss … Möglichkeitssinn: – Hier könnte …– Hier sollte …– Hier müsste … Wir brauchen beides.

  • Puffer

    Der Wagen vor dir bremst plötzlich. Zu spät. Nicht weil die Bremsen versagt haben. Nicht weil du abgelenkt warst. Sondern weil kein Raum war. Kein Puffer zwischen Idealzustand und dem Unerwarteten. Systeme werden für optimale Bedingungen geplant. Jeder Termin passt perfekt. Jede Aufgabe dauert genau so lange wie gedacht. Jedes Budget stimmt auf den Cent.…

  • Den Nagel auf den Kopf treffen

    Nicht fortwährend alle Hebel in Bewegung zu setzen, hat nichts mit Faulheit zu tun. Die richtigen Worte zu finden, den richtigen Ton oder den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf zu treffen: Alles das ist Folge der Ruhe, die uns erlaubt, das Innere zu ordnen.

  • Das konstruktive Ohr

    Für jede Notlage gibt es eine Geschichte des Kämpfens. Für jeden Rückschlag eine Geschichte des Durchhaltens. Für jedes Unglück eine Geschichte des Überlebens. Wenn wir sorgfältig hinhören, können wir mithelfen, diese (noch nicht ausgesprochenen) Geschichten zu ergründen.

  • Neu-Einstimmen

    Wer mit seiner Gitarre reist, stellt schnell fest, wie selbst kleine Klimaveränderungen die Stimmung beeinflussen. Wer älter wird oder sich verletzt, will vielleicht nicht sehen, dass man die Dinge nicht mehr so machen können wie zuvor. Wer Vater/Mutter wird, kann wahrscheinlich nicht den Lebensstil bewahren, den er/sie vorher hatte. Keine dieser Veränderungen ist eine Niederlage.…

  • Zwei Arten des Nichtstuns

    Wir füllen unsere Auszeiten. Mit Reisen. Mit Projekten. Mit all dem, was wir aufschieben mussten. „Was hast du gemacht im Urlaub?” Die Frage verrät alles. Pause bedeutet: etwas anderes tun. Von der Pflicht zu den Wünschen wechseln. Vom Müssen zum Wollen. Aber ist das wirklich eine Pause? Es gibt zwei Wege. Der erste: Auszeiten als…

  • Beweggründe

    Manchmal machen wir uns auf den Weg, um etwas zu erreichen. Die Lust, weiter zu kommen. Manchmal machen wir uns auf den Weg, um nicht abgehängt zu werden. Die Angst, zu verlieren, was war. Manchmal machen wir uns auf den Weg, um noch einmal zu sehen, wo wir schon waren. Die Freude daran, wer wir…

  • Kompliziert ist nicht komplex

    Eine Uhr ist kompliziert. Kleinste Zahnräder greifen ineinander. Aber wenn wir verstehen, wie sie funktioniert, können wir sie auseinandernehmen und wieder zusammensetzen. Immer wieder. Mit dem gleichen Ergebnis. Ein Wald ist komplex. Du kannst jeden Baum, jeden Pilz, jedes Insekt kennen – und trotzdem nicht vorhersagen, was passiert, wenn du einen Baum fällst. Das System…

  • Was wir meinen, ist nicht was ankommt

    Wir wollen unseren Kindern helfen, selbstständig zu werden. Also erledigen und unterstützen wir sie bei allem – vom Pausenbrot bis zur Hausaufgaben-Erinnerung. Und dann wundern wir uns wenn sie denken: „Ohne Mama/Papa geht gar nichts. Wir wollen unseren Kolleginnen zeigen, wie etwas geht. Also zeigen wir es ganz genau. Und dann wundern wir uns, wenn…

  • Wer zuhört führt

    Viele glauben immer noch: Der Redner trägt die Verantwortung. Er sendet die Botschaft. Der Zuhörer empfängt sie einfach nur. Dabei ist längst gut erforscht: Während wir zuhören, formen wir aktiv mit, was die andere Person sagt. Unsere Reaktionen, unser Nicken, Schweigen – all das beeinflusst die nächsten Worte unseres Gegenübers. Wir sind nicht passiv. Wir…

  • Offensichtlich vs vielleicht

    Wenn etwas „offensichtlich“ ist, gibt es nichts mehr zu fragen. Die Sache ist klar. Wir wissen Bescheid. Es wird Zeit zu handeln. Ein „Vielleicht“ lädt ein. Es schafft Raum für andere Sichtweisen, andere Möglichkeiten. „Offensichtlich“ beendet das Gespräch. „Vielleicht“ beginnt es.

  • Anerkennung und die Suche nach Lösungen

    Es ist wie das Laufen. Ein Bein hält dich stabil. Das andere geht nach vorne, unbelastet. Keins funktioniert ohne das andere. Anerkennung ist das Standbein. Es trägt das Gewicht dessen, was jemand mit sich bringt—ihre Geschichte, ihr Ringen, ihre Wahrheit. Erst dann kann sich das andere Bein bewegen. Erst dann kann die Suche nach Möglichkeiten…

  • Widerstand

    Ein Wort, das mehr über den Sprecher sagt als über den, von dem es handelt. Wenn das Kind nicht hört. Wenn die Mitarbeiter nicht tun, was man sagt. Wenn unsere Klienten nicht umsetzen, was wir empfehlen. Dann kooperieren sie nicht mit unserem Plan. Aber sie kooperieren vielleicht mit ihrem eigenen. Vielleicht liegt es nicht an…

  • Lernen bedeutet, einen Schritt in Richtung der Person zu machen, die wir werden wollen.

    Die Spannung, die dabei entsteht, zeigt uns: Hier geht’s lang. Im Gehen entdecken wir, was schon funktioniert – und was als Nächstes möglich wird.

  • Der Mechaniker-Irrtum (oder: Wie wir Veränderung einfacher machen)

    Wir behandeln Menschen wie kaputte Autos. Wir bringen sie in die Werkstatt. Der Mechaniker sucht den Fehler. Findet ihn. Repariert ihn. Fertig. Das funktioniert bei Autos. Bei Getrieben. Bei Maschinen. Bei Software. Bei Dingen, die sich nicht verändern, während du sie reparierst. Aber Menschen sind keine Autos. Trotzdem wenden wir dieselbe Logik an: Was ist…

  • Innere Parlemente

    In uns sitzt kein einzelner Entscheider. Es tagt ein ganzes Parlament. Der Antreiber drängt. Der Kritiker meldet sich zu Wort. Der Ängstliche warnt. Der Träumer malt Bilder. Der Pragmatiker rollt mit den Augen. Viele von uns behandeln sie wie Störenfriede. Aber was wenn jede dieser Stimmen aus gutem Grund da ist. Jede wollte etwas schützen,…

  • Genau was wir brauchen, um weiterzukommen

    Manche nennen es Widerstand. Was, wenn es genau das ist, was dir fehlt, um weiter zu kommen. Die Kollegin, die ganz anders vorgehen will. Der Patient, die deine sorgfältig ausgearbeitete Empfehlung ignoriert. Der Chef, der eine Entscheidung trifft, die dir völlig unlogisch erscheint. Wir nennen das: Aber was, wenn sie einfach etwas anderes sehen? Die…

  • Nie genug

    Wir checken die Nachrichten, Instagram, Youtube. Dann nochmal. Und nochmal. Wir kaufen das nächste Ding, das uns endlich glücklich machen soll. Aber das tut es nicht. Wir suchen Bestätigung von Menschen, die uns nicht wirklich kennen. Und wenn sie kommt, verpufft sie so schnell wie sie kam. Die Spirale ist simpel: Was wir wirklich brauchen…

  • Die Zukunft

    Eine Frage, über die es sich lohnt nachzudenken: Wenn es eine Website gäbe, auf der du herausfinden könntest, was die Zukunft bringt – wie oft würdest du sie besuchen? Beim Wetter machen wir das. Manchmal täglich. Manche mehrmals täglich. Wir werden von Nachrichten und Trends angezogen, weil wir den Drang haben, das Jetzt zu kennen…

  • Was wir messen, könnte unsere Arbeit bestimmen

    Kennzahlen sind nicht neutral. Sie verändern womöglich wie wir arbeiten, nicht nur was wir messen. Wenn wir messen, welche Fortschritte unsere Klient:innen machen, werden wir vielleicht anfangen zu optimieren, damit sie weiter kommen. Vielleicht ist das gut, vielleicht auch nicht. Wenn wir messen, wie schnell wir arbeiten, fangen wir an, effizienter zu arbeiten. Vielleicht ist…

  • Wie war dein Tag?

    Es ist verlockend, mit nur einem Wort zu antworten. „Gut!“ Auf dieselbe Weise stempeln wir einen Job ab. Ein Projekt. Einen Menschen oder eine Erkrankung. Manchmal, als wenn es einen Preis gäbe für die Schnelligkeit etwas zu kategorisieren. Aus einer Fülle von Eindrücken und Erfahrungen müssen wenig Worte werden oder ein einziges Gefühl. Auf die…

  • Unbemerkt

    Nicht selten vergeht Zeit zwischen dem Moment, in dem etwas schiefläuft, und dem Moment, in dem wir es bemerken. Manchmal dauert das Jahre. Es schnell zu erkennen, macht einen Unterschied. In der Prävention, im Projektmanagement, in Beziehungen. Besser jetzt reagieren, bevor es zu Bruch geht. Aber was ist mit all den erwünschten Dingen, die unbemerkt…

  • Der Stuhl, der deiner wurde

    Nach drei Kaffeepausen im Seminar ist es dein Stuhl. Niemand hat das entschieden. Es ist einfach passiert. So entstehen die meisten Muster in unserem Leben – nicht durch Beschluss, sondern durch Wiederholung. Das Problem? Manchmal sitzen wir auf Stühlen, die uns nicht mehr passen.

  • Verantwortungsfallen

    Wer es zuerst macht, macht es vielleicht für immer. Den Abwasch. Das Spielzeug, das im Weg liegt. Die Mülltonnen der Nachbarn. Das funktioniert in beide Richtungen. Die Verantwortung, die du übernimmst, muss niemand anders tragen. Die Verantwortung, die du liegen lässt, übernimmt jemand anderes. Das gilt womöglich überall. Für Therapeuten und Klienten. Für Ärzte und…

  • Worte sind Taten

    Wir behandeln Sprache, als wäre sie neutral. Als würden wir mit Worten lediglich beschreiben, was ohnehin da ist. Die Welt existiert, und wir reden darüber. Wittgenstein dachte anders: Worte sind Taten. Wenn du jemandem sagst: »Ich vertraue dir«, beschreibst du kein Gefühl. Du vollziehst eine Handlung. Du schaffst eine Wirklichkeit, die vorher so nicht existierte.…

  • Alles, was gesagt wird, wird von einem Beobachter gesagt

    Dieser unscheinbare Satz hat weitreichende Konsequenzen. Denn wir müssen bedenken, dass wir alle unsere ganz eigene Betrachtungsweise haben, die jede unserer Aussagen zu einem guten Teil prägt. Erfahrungen, Scheuklappen, Blinde Flecken, Interessen, Abneigungen, Vorlieben, Wahrnehmungsfähigkeiten, Erwartungen, Rollenerwartungen … All das prägt, was wir als Wirklichkeit erleben. Und es ist schwer, sich davon zu trennen. Ernst…

  • Verlorene Stimmen

    Ein enormer Anteil dessen was wir Lernen nennen, über unsere Arbeit, die Welt und uns selbst, entspringt Gesprächen. Sie sind der Prozess in dem wir ein Verständnis herstellen über die Welt und unseren Platz darin. Wenn wir aufhören uns an Gesprächen zu beteiligen, fangen wir an uns in Luft aufzulösen. Wir alle haben Situationen erlebt,…

  • Immer und nie sind selten wahr

    „Es ist immer dasselbe.“ „Nie nimmt er es mal in die Hand.“ Es mag sich so anfühlen. Aber dann wären wir schon ziemlich perfekt. Meiner Erfahrung nach ist das selten der Fall. Die Möglichkeit von Ausnahmen zu erwägen, würde bedeuten, dass wir genauer hinschauen müssen. Und für jene, die eine Veränderung wollen, könnte dort bereits…

  • Wenn Ausnahmen neue Regeln erlauben

    1978 gründeten Steve de Shazer und Insoo Kim Berg das Brief Familiy Therapy Centre. Die Absichten waren einfach: Therapie kürzer und effektiver zu machen. Es dauerte sieben Jahre, bis eine einfache Beobachtung änderte, wie man fortan mit Klient:innen arbeitete: Das Problem, das Klient:innen in die Therapie führte, war gar nicht immer da. Klient:innen berichteten zunächst…

  • Es gibt keine goldene Mitte

    Nicht das Vollkommene, sondern das Gute im Vorläufigen suchen. Das sollte Ziel sein. Dafür müssen wir immer wieder „gut“ entscheiden können: Dabei bleiben.Etwas ändern. Akzeptieren.Ablehnen. Verantwortung selbst tragen.Verantwortung abgeben. Dich mitteilen.Es für dich behalten. Dich damit vertraut machen.Es auf sich beruhen lassen. Fokus.Perspektive. Schneller.Langsamer. Individualität berücksichtigen.Nach Schema arbeiten. Dich festlegen.Dich von Verpflichtungen lösen. Dem Bedürfnis…

  • Zwei Arten des Nichtstuns

    Auszeiten wollen genutzt werden. Alles Ungetane, Unerledigte, Ungesehene, Unbereiste, Ungehörte und Ungelesene kommt auf die Agenda. Wer aus der Auszeit zurück kommt wird schnell gefragt: Und was hast du gemacht im Urlaub? Wie war euer Sommer? Was habt ihr gemacht? Wie war das Wochenende? Was habt ihr gemacht? Aus der Pause soll ja etwas gemacht…

  • Leseliste für Lösungs(er)finder

    Es ist unser Tagesgeschäft Probleme zu lösen. Viele von uns begleiten Menschen in Situationen des Umbruchs, beim neu aufstellen oder beim Durchhalten. Das kann auch für uns anstrengend sein. Daher sind hier meine Favoriten unter den Büchern und Artikeln zur lösungsorientierten Methode in Therapie, Coaching und Beratung. »These books had been heavily criticised as cookbooks…

  • WOOP Methode: Wechselbad in Traum und Realität (Schritt-für-Schritt-Anleitung)

    Dieser Artikel ist für dich, wenn du eine Anleitung für die WOOP Methode suchst. WOOP steht kurz für Wish, Outcome, Obstacle, Plan. Wer sich etwas in den Kopf gesetzt hat, Gewohnheiten ändern will, Fortschritte sicherstellen oder sich nicht von Hindernissen überraschen lassen will, ist hier richtig. Denn genau dabei hilft die WOOP Methode. In der…

  • Gewohnheiten: Die ultimative Liste der Zahlen und Fakten

    Unsere Gewohnheiten bestimmen maßgeblich unser Leben. Im Guten wie im Schlechten. Wer versucht sie zu ändern oder andere dabei unterstützt findet hier Zahlen und Fakten, um realistische Entscheidungen zu treffen. Dabei beziehe ich mich vor allem auf wissenschaftliche Studien und Befunde aus der Psychologie und den Neurowissenschaften. Typische Fragen werden beantwortet, wie… Auch zeige ich…