Wir füllen unsere Auszeiten.
Mit Reisen. Mit Projekten. Mit all dem, was wir aufschieben mussten.
„Was hast du gemacht im Urlaub?”
Die Frage verrät alles.
Pause bedeutet: etwas anderes tun. Von der Pflicht zu den Wünschen wechseln. Vom Müssen zum Wollen.
Aber ist das wirklich eine Pause?
Es gibt zwei Wege.
Der erste: Auszeiten als Wartung. Erholen, um danach wieder zu funktionieren. Batterien aufladen. Und das ist sicherlich nötig.
Der zweite: Auszeiten als Kompass. Innehalten, um zu spüren, was wichtig ist. Was richtig ist.
Für den zweiten Weg brauchen keinen Input. Keine Strategien. Keine Einsichten.
Wir müssen in Kontakt mit uns selbst kommen.
Aber wer sich ständig von außen berieseln lässt, gibt inneren Impulsen keine Chance. Und nur was wir zulassen, kann klar werden. Nur was klar wird, kann uns Orientierung bieten.
Wer seine Auszeiten immer füllt, dem droht die innere Leere.
Selbst Unterhaltsames wird schal.
Das Innenleben hingegen ist manchmal schwer auszuhalten. Aber immer lebendig.
Wenn wir ihm die Chance geben.
