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Neben sich stehen

grayscale photo of a woman shouting

Neben sich stehen zu können, ist eine enorme Kompetenz.

Wir haben alle viele „Seiten“ – innere Anteile, die unterschiedliche Bedürfnisse, Erfahrungen und Kompetenzen tragen. Manche dieser Seiten sind gerade laut. Andere sind still. Und manche – oft die hilfreichsten – sind dissoziiert.

Sie schlummern, obwohl sie da sind.

Leid entsteht nicht notwendigerweise, weil etwas fehlt. Sondern, weil wir keinen Zugang zu anderen Erfahrungen haben.

Wer neben sich treten kann, gewinnt Abstand. Wer Abstand gewinnt, kann beobachten, statt zu ertrinken. Kann die laute, leidvolle Seite sehen – und gleichzeitig die andere, die kompetente, die ruhige, die lösungsorientierte.

Wer aus der inneren Beobachterposition sortieren kann, hat einen großen Vorteil. Kein Weglaufen. Kein Verdrängen. Sondern ein bewusstes Zur-Seite-Treten, um das eigene Erleben mit Mitgefühl zu betrachten – und das kann Raum für etwas anderes schaffen.