Kategorie: Unterschiede

  • Der Mechaniker-Irrtum (oder: Wie wir Veränderung einfacher machen)

    Wir behandeln Menschen wie kaputte Autos. Wir bringen sie in die Werkstatt. Der Mechaniker sucht den Fehler. Findet ihn. Repariert ihn. Fertig. Das funktioniert bei Autos. Bei Getrieben. Bei Maschinen. Bei Software. Bei Dingen, die sich nicht verändern, während du sie reparierst. Aber Menschen sind keine Autos. Trotzdem wenden wir dieselbe Logik an: Was ist…

  • Innere Parlemente

    In uns sitzt kein einzelner Entscheider. Es tagt ein ganzes Parlament. Der Antreiber drängt. Der Kritiker meldet sich zu Wort. Der Ängstliche warnt. Der Träumer malt Bilder. Der Pragmatiker rollt mit den Augen. Viele von uns behandeln sie wie Störenfriede. Aber was wenn jede dieser Stimmen aus gutem Grund da ist. Jede wollte etwas schützen,…

  • Genau was wir brauchen, um weiterzukommen

    Manche nennen es Widerstand. Was, wenn es genau das ist, was dir fehlt, um weiter zu kommen. Die Kollegin, die ganz anders vorgehen will. Der Patient, die deine sorgfältig ausgearbeitete Empfehlung ignoriert. Der Chef, der eine Entscheidung trifft, die dir völlig unlogisch erscheint. Wir nennen das: Aber was, wenn sie einfach etwas anderes sehen? Die…

  • Nie genug

    Wir checken die Nachrichten, Instagram, Youtube. Dann nochmal. Und nochmal. Wir kaufen das nächste Ding, das uns endlich glücklich machen soll. Aber das tut es nicht. Wir suchen Bestätigung von Menschen, die uns nicht wirklich kennen. Und wenn sie kommt, verpufft sie so schnell wie sie kam. Die Spirale ist simpel: Was wir wirklich brauchen…

  • Die Zukunft

    Eine Frage, über die es sich lohnt nachzudenken: Wenn es eine Website gäbe, auf der du herausfinden könntest, was die Zukunft bringt – wie oft würdest du sie besuchen? Beim Wetter machen wir das. Manchmal täglich. Manche mehrmals täglich. Wir werden von Nachrichten und Trends angezogen, weil wir den Drang haben, das Jetzt zu kennen…

  • Was wir messen, könnte unsere Arbeit bestimmen

    Kennzahlen sind nicht neutral. Sie verändern womöglich wie wir arbeiten, nicht nur was wir messen. Wenn wir messen, welche Fortschritte unsere Klient:innen machen, werden wir vielleicht anfangen zu optimieren, damit sie weiter kommen. Vielleicht ist das gut, vielleicht auch nicht. Wenn wir messen, wie schnell wir arbeiten, fangen wir an, effizienter zu arbeiten. Vielleicht ist…

  • Wie war dein Tag?

    Es ist verlockend, mit nur einem Wort zu antworten. „Gut!“ Auf dieselbe Weise stempeln wir einen Job ab. Ein Projekt. Einen Menschen oder eine Erkrankung. Manchmal, als wenn es einen Preis gäbe für die Schnelligkeit etwas zu kategorisieren. Aus einer Fülle von Eindrücken und Erfahrungen müssen wenig Worte werden oder ein einziges Gefühl. Auf die…

  • Unbemerkt

    Nicht selten vergeht Zeit zwischen dem Moment, in dem etwas schiefläuft, und dem Moment, in dem wir es bemerken. Manchmal dauert das Jahre. Es schnell zu erkennen, macht einen Unterschied. In der Prävention, im Projektmanagement, in Beziehungen. Besser jetzt reagieren, bevor es zu Bruch geht. Aber was ist mit all den erwünschten Dingen, die unbemerkt…

  • Der Stuhl, der deiner wurde

    Nach drei Kaffeepausen im Seminar ist es dein Stuhl. Niemand hat das entschieden. Es ist einfach passiert. So entstehen die meisten Muster in unserem Leben – nicht durch Beschluss, sondern durch Wiederholung. Das Problem? Manchmal sitzen wir auf Stühlen, die uns nicht mehr passen.

  • Verantwortungsfallen

    Wer es zuerst macht, macht es vielleicht für immer. Den Abwasch. Das Spielzeug, das im Weg liegt. Die Mülltonnen der Nachbarn. Das funktioniert in beide Richtungen. Die Verantwortung, die du übernimmst, muss niemand anders tragen. Die Verantwortung, die du liegen lässt, übernimmt jemand anderes. Das gilt womöglich überall. Für Therapeuten und Klienten. Für Ärzte und…