Wir haben es vielleicht alle schon erlebt.
Ein Kollege liefert schlechte Arbeit. Du wirst gereizt, kritisch, nörgelst. Er bessert sich. Du entspannst dich wieder.
Das fühlt sich normal an. Sogar berechtigt.
Aber schau genauer hin. Du hast ihn nicht kritisiert, damit es ihm hilft. Du hast ihn kritisiert, damit du dich wieder gut fühlst. Er war das Mittel. Dein inneres Gleichgewicht war das Ziel.
Und dann gibt es noch das, was wir mit uns selbst machen.
Du bist erschöpft. Also buchst du einen Kurs. Machst ein Coaching. Optimierst dein Zeitmanagement. Damit du wieder funktionierst.
Die eigentliche Frage stellst du dir nicht.
Weil sie zu unangenehm ist.
Der Trick ist derselbe in beiden Fällen: Ein unangenehmes Gefühl kommt auf. Du tust etwas, damit es verschwindet. Es verschwindet kurz. Dann kommt es wieder.
Weil du das Gefühl nicht angeschaut hast. Du hast es weggelebt.
Dabei könnte es uns sagen, was wir wirklich brauchen.
