Timothy Gallwey über Vollständigkeit – zu jedem Zeitpunkt:
«Wenn wir den Samen einer Rose in die Erde legen, sehen wir, dass er klein ist, aber wir würden ihn niemals als ‹wurzellos und ohne Stiel› bezeichnen. Wir sehen ihn als Samen und geben ihm Wasser und alles, was ein Samenkorn braucht. Wenn die erste grüne Spitze durch die Erde dringt, verurteilen wir sie nicht als unreif und unterentwickelt; wir kritisieren auch die Knospen nicht, weil sie sich noch nicht geöffnet haben. Stattdessen bewundern wir den Prozess des Wachsens und geben der Pflanze die Pflege, die sie in jedem Stadium ihres Wachsens braucht. Die Rose ist und bleibt eine Rose – als Samenkorn genauso wie als tote, welke Blume. Sie trägt zu jeder Zeit ihr volles Potenzial in sich. Es scheint, als verändere sie sich andauernd, doch in jedem Zustand, in jedem Augenblick ist sie so, wie sie ist, perfekt.»
