Co-constructing homes for solutions in health

Wie wir zuhören können, damit unsere Klient:innen reden

Zuhören fühlt sich passiv an. Jemand spricht. Wir nehmen es auf.

Aber das stimmt nicht.

Jedes Mal, wenn wir zuhören, entscheiden wir uns für etwas. Was wir für wichtig halten. Was bemerkenswert ist. Was wir befürworten. Was nicht. Worauf wir antworten. Wir greifen etwas auf, ignorieren etwas anderes.

Das bestimmt mit, worüber unser Gegenüber als nächstes spricht.

Zuhören wird so zur Richtungsentscheidung.

Es wächst, worauf wir achten.

Wenn du auf Probleme hörst, wachsen wahrscheinlich die Probleme. Deren Analysen nehmen, mehr Zeit ein. Es entstehen mehr Hypothesen darüber „was Sache ist“. Mutmaßungen über mögliche Lösungswege.

Wenn wir darauf achten, was dennoch funktioniert – auf die kleine Ausnahme, den einen Moment, in dem es besser war – dann wächst das.

Wenn wir darauf achten, wie es jemandem gelingt mit einer schweren Situation umzugehen, kann aus einem spontanen Versuch eine Strategie werden.

Wenn wir den Ideen mehr Raum geben, was sich jemand (trotz Schwierigkeiten) erhofft, hat das die Chance zu wachsen.

Wir steuern das Gespräch nicht nur mit unseren Fragen. Wir steuern es mit unseren Ohren.